News Insights

Was du jetzt wissen solltest

Die 6 größten Tech Trends 2026


Veröffentlicht:

Lesedauer: 5 Minuten

Wir haben für dich die Top 6 Tech Trends 2026 unter die Lupen genommen. Was für Chancen ergeben sich für dich & dein Unternehmen?

KI hat sich 2025 vom „Nice to have“ zum Produktivitätshebel etabliert. Vor allem GenAI und teils KI-Agenten sind in Unternehmen angekommen. 

2026 geht es jetzt darum: Unternehmen müssen KI-Lösungen verlässlich betreiben, absichern und in Prozesse integrieren – und gleichzeitig geopolitische sowie regulatorische Anforderungen mitdenken.

Wir haben für dich die spannendsten Bewegungen der Tech-Welt in diesem Jahr unter die Lupe genommen. 

Du erfährst, was sich hinter den 6 wichtigsten Trends 2026 verbirgt – und was für Chancen sich für dich und deine Unternehmen ergeben. 

Top digitale Trends 2026: KI macht sich breit

KI ist inzwischen auch wie ein “Strom” in alle anderen Richtungen geflossen. Daher ist fast jeder Trend aktuell mit dem Thema verwoben.

Trends sind erste Anzeichen eines Wandels. Sie zeigen, wohin sich Märkte bewegen, welche Kundenerwartungen entstehen und wo neue Geschäftsmodelle möglich werden. Wenn du sie früh erkennst, kann du die Innovationschancen nutzen, statt nur auf Veränderungen zu reagieren.

Die zentralen Take-aways:

2026 wird das Jahr der operativen KI: skalierbar, sicher und strategisch verankert. Der Fokus verschiebt sich von Experimenten hin zu belastbaren Systemen – digital und zunehmend auch physisch:

  • Automatisierung & AI-Native Workflows: Multiagenten-Systeme und KI-gestützte Entwicklung verändern Prozesse und Produktivität.
  • Infrastruktur, Sicherheit & Souveränität: Compute, Cloud-Strategie, Trust und Compliance werden zur Management-Entscheidung.
  • KI in der realen Welt: Humanoide Roboter bringen intelligente Systeme in die industrielle Praxis.

 

1. Multiagenten-Systeme: Wenn KI im Team arbeitet

Agentenbasierte KI war 2025 der Hype. 2026 wird es konkreter: Gartner listet Multiagenten-Systeme als einen der Top-Trends. 

Dabei arbeiten mehrere spezialisierte Agenten zusammen (z. B. „Analyst“, „Entwickler“, „Tester“, „Compliance“), koordinieren Aufgaben und liefern Ergebnisse deutlich autonomer als klassische Chatbots.

 

Was sich verändert: 

Statt einzelne Prompts zu schreiben, orchestrierst du Workflows. Das zahlt direkt auf Prozessautomatisierung ein, besonders in Bereichen wie Kundenservice, Einkauf, Logistik oder internen Backoffice-Prozessen.

 

Chancen: 

  • End-to-End-Automatisierung ganzer Prozessketten (nicht nur Textausgabe)
  • Schnellere Durchlaufzeiten, weil Agenten parallel arbeiten können
  • Entlastung von Fachabteilungen durch „KI-Teams“ für Routineaufgaben

 

Herausforderungen: 

  • Kontrolle & Qualitätssicherung: Wer prüft Entscheidungen, wenn die KI autonom handelt?
  • Sicherheit: Agenten brauchen oft Tool-Zugriffe (Systeme, Daten, APIs) – das erhöht das Risiko
  • Gute Ergebnisse brauchen saubere Prozesse, Rollen und Governance

Wie Unternehmen GenAI & KI-Agenten gewinnbringend einsetzen? Dazu haben wir Prof. Dr. Schoder von der Universität zu Köln im Interview gesprochen. Er gibt Tipps, was Führungskräfte beachten sollten. 

2. AI-Native Development: Von „Code schreiben“ zum Vibe Coding

Capgemini beschreibt einen Paradigmenwechsel: Softwareentwicklung bewegt sich von „Code schreiben“ hin zu „Intention formulieren“. Mit KI-gestützter Entwicklung lässt sich die Entwicklung, Testing, Implementierung, und Wartung deutlich beschleunigen.

Parallel sieht Gartner AI-Native Development Platforms als Top-Trend 2026. AI-Native Development Platforms sind Entwicklungsumgebungen, die speziell dafür konzipiert sind, Anwendungen mit integrierter KI zu entwickeln.

 

Chancen: 

  • Schneller Umsetzung von neuen Ideen & Prototypen
  • Schnellere Time-to-Market durch KI-gestützte Entwicklung und Tests
  • Bessere Wartbarkeit durch automatisierte Refactorings / Dokumentation
  • Engineering-Teams können sich stärker auf Produktvalue statt Boilerplate fokussieren

 

Herausforderungen:

  • Governance im SDLC: Was ist „KI-generierter Code“ – und wie wird er auditiert?
  • Neue Skillsets: Orchestrieren, Reviewen, Architektur-Entscheidungen werden wichtiger, gleichzeitig bleiben Fähigkeiten von Entwickler*innen relevant
  • Vendor-Lock-in-Risiken (Tooling, Plattformen, proprietäre Workflows) 

3. AI-Infrastruktur & „Inference Economics“: Compute wird Strategie

Gartner nennt AI Supercomputing Platforms als Trend – und Deloitte spricht von einer „Infrastruktur-Abrechnung“: Unternehmen müssen ihre Compute-Strategie im KI-Zeitalter optimieren. 

Denn 2026 verschiebt sich der Fokus vieler Organisationen: weg von reinem Modelltraining hin zu Inference in großem Maßstab (also KI-Nutzung im laufenden Betrieb). 

 

Was das praktisch bedeutet: 

Cloud allein ist nicht immer die Antwort. Capgemini beschreibt „Cloud 3.0“: Hybrid-, Private-, Multi- und Sovereign-Cloud werden relevanter – je nach Latenz, Datensensitivität und Kosten. 

 

Chancen: 

  • Kostenhebel durch bessere Workload-Verteilung (Hybrid, Edge, Sovereign)
  • Schnellere KI-Produkte durch optimierte Inference-Architekturen
  • Resilienz: weniger Abhängigkeit von einem einzigen Hyperscaler

 

Herausforderungen: 

  • Komplexität in Betrieb & Architektur (Portabilität, Observability, FinOps)
  • Datengrundlagen: ohne saubere Datenarchitektur wird Infrastruktur teuer
  • Beschaffung & Skills (MLOps/LLMOps, Plattform-Engineering)

By the way: Ist jeder Trend relevant für dich?

Wer Trends richtig nutzt, gewinnt Handlungsoptionen, aber nicht jeder Hype ist relevant. 2026 geht es weniger darum, „mitzumachen“, sondern verlässliche Grundlagen zu bauen:

  • Wo bringt Automatisierung und KI echte Entlastung? (Wir helfen dir dabei, das herauszufinden und mit dir eine KI-Strategie für dein Unternehmen zu formulieren)
  • Welche Daten- und Sicherheitsstandards braucht ihr?
  • Welche Abhängigkeiten wollt ihr bewusst eingehen und welche nicht?

Die Balance aus Innovation und nachhaltiger Umsetzung entscheidet.

4. Security, Provenance & Trust: Sicherheit, ohne dass jemand mitlesen kann

Gartner betont 2026 mehrere Trust-/Security-Trends gleichzeitig: Confidential Computing, Digital Provenance, AI Security Platforms und Preemptive Cybersecurity. 

Das zeigt: Sicherheit ist nicht „Begleitmusik“, sondern Kernbedingung für KI in der Breite. 

 

Was dahinter steckt (kurz): 

  • Confidential Computing: Daten werden auch „in use“ geschützt (nicht nur at rest / in transit).
  • Digital Provenance: Herkunft und Integrität von Daten/Software/AI-Content werden verifizierbar.
  • AI Security Platforms: zentrale Sichtbarkeit und Kontrolle über KI-Anwendungen.
  • Preemptive Cybersecurity: proaktiver Schutz, der Angriffe verhindert, bevor sie passieren.

 

Chancen: 

  • Mehr Vertrauen von Kunden & Partnern (wichtig für KI-Features im Produkt)
  • Weniger Risiko durch Shadow-AI & unkontrollierte Tools
  • Bessere Compliance-Fähigkeit durch Nachvollziehbarkeit (Provenance)

 

Herausforderungen: 

  • Aufwand: Security-by-Design muss in Prozesse & Architektur rein
  • Fehlende Standards/Tool-Wildwuchs (viele Lösungen, wenig Klarheit)
  • Trade-offs: Sicherheit vs. Performance vs. Nutzerfreundlichkeit
Cover von der Checkliste: Bereit für die KI
Bereit für die Zukunft?

Der 5-Minuten Check

In 5 Minuten finden Sie heraus, wie gut Ihr Unternehmen auf die digitale Revolution mit KI vorbereitet ist.

In unserer Checkliste beleuchten wir 7 Bereiche. Vom Datenmanagement bis Sicherheit.

Bleiben Sie wettbewerbsfähig!

 

Checkliste herunterladen!

5. Tech-Souveränität & „Geopatriation“: IT wird geopolitisch

Capgemini nennt Tech-Souveränität als strategische Priorität. Gartner bringt dafür den Begriff Geopatriation: 

Workloads und Daten werden bewusster in souveräne oder regionale Umgebungen verlagert, um geopolitische und regulatorische Risiken zu managen. 

 

Warum das 2026 relevant ist: 

Unternehmen bauen wieder stärker auf „resiliente Interdependenz“ statt maximaler Globalisierung: verbunden bleiben, aber kontrollierbar – auch in der Cloud.

 

Chancen: 

  • Geringeres Risiko bei regulatorischen Änderungen oder Konflikten
  • Mehr Kontrolle über Daten, Lieferketten und Betriebsmodelle
  • Wettbewerbsvorteil in Branchen mit hohen Compliance-Anforderungen

 

Herausforderungen: 

  • Mehr Komplexität (Multi-Cloud, Sovereign Cloud, Datenresidenz)
  • Potenziell höhere Kosten
  • Architektur muss so gestaltet sein, dass Portabilität realistisch wird

6. Humanoide Roboter: KI wird körperlich

Humanoide Roboter sind Roboter mit menschenähnlicher Form und Beweglichkeit. Schon in den letzten Jahren waren sie in den Schlagzeilen vertreten. 

Doch 2026 transferieren Unternehmen sie aus den Forschungslaboren in die reale Industrie-Praxis. Airbus zum Beispiel hat kürzlich humanoide Roboter von UBTECH gekauft, um sie in der Flugzeugproduktion einzusetzen und dort körperlich anspruchsvolle, repetitive Aufgaben zu übernehmen.

 

Was sich verändert:

Roboter wie der „Walker S2“ können flexibel in verschiedenen Arbeitsumgebungen agieren, Werkzeuge handhaben und autonom navigieren – anders als klassische starre Industrieroboter.

 

Chancen:

  • Flexiblere Automatisierung dort, wo klassische Roboter zu unflexibel sind
  • Entlastung von Mitarbeitenden bei körperlich belastenden und repetitiven Aufgaben
  • Pilotprojekte großer Hersteller könnten breitere Adoption auslösen

 

Herausforderungen:

  • Wirtschaftliche Praxistauglichkeit muss sich erst beweisen
  • Neue Investitions- und Kompetenzanforderungen für Betrieb & Wartung
  • Mensch-Roboter-Kooperation braucht sichere Prozessgestaltung

Fazit: 2026 wird das Jahr der belastbaren KI-Fundamente

Was heraussticht: KI bleibt Motor der Tech-Welt, aber der Fokus verschiebt sich klar von Experimenten hin zu skalierbaren, sicheren und steuerbaren Systemen. Gartner ordnet die Trends 2026 als strategische Imperative ein: KI ist „nicht mehr optional“. 

Die Tech Trends 2026 bieten mittelständischen Unternehmen wertvolle Chancen:

  • Multiagenten-Systeme automatisieren Prozesse als „KI-Teams“.
  • AI-Native Development verändert die Softwareentwicklung grundlegend.
  • KI-Infrastruktur & Cloud 3.0 machen Compute zur Strategiefrage.
  • Security/Provenance werden Pflicht, um KI vertrauenswürdig zu skalieren.
  • Tech-Souveränität/Geopatriation wird zur Antwort auf geopolitische Risiken.

Wer jetzt investiert – in Architektur, Governance, Security und Daten – schafft die Basis, um in den nächsten Jahren innovativ zu agieren.


.

Die lise: Gestalte mit uns deine Zukunft

Die lise ist der ideale Innovationspartner für Unternehmen, weil wir technologische Trends frühzeitig evaluieren und gezielt auf ihren Mehrwert für deine Projekte sowie Geschäftsmodelle prüfen. 

Dabei verbinden wir Innovationskraft mit 27 Jahren Erfahrung aus über 700 erfolgreichen Projekten. Unsere 120 Expert*innen beschäftigen sich täglich mit digitaler Produktentwicklung. So bringen wir strategische Weitsicht, technische Exzellenz & Umsetzungskompetenz zusammen.

Du willst ein innovatives, digitales Produkt mit uns entwickeln? 

 

Beratungsgespräch vereinbaren

Immer up to date

zu Software und Agilität

Jetzt anfragen